Pläne

Ein guter Flug braucht Planung.

Bevor wir soweit kommen, sind wir jedoch relativ planlos, denn die Nacht sowie der komplette Morgen, nach unserem Überraschungsflug, ist geprägt von Gewittern und Starkregen.

Planlos durchstreifen wir den aserbaidschanische Grenzort Balakan. Es ist enorm schwül, immer wieder durchsetzt von Schauern, und die Hoffnung auf einen letzten Abgleiter zur Grenze schwindet. Nach Kaffee und Cola im Zentrum, blitzt uns zwischen den Wolkentürmen plötzlich der vermeintliche Start entgegen – es gibt kein Halten. Eineinhalb Stunden sollen wir nun Brombeergesträuch durchpflügen, als sich nach ca. 400 hm erneut die Regenwand ankündigt und wir klein beigeben: Abstieg!

Zurück in Balakan: Robert hat sich zuvor im örtlichen Bazar perfekt ausgerüßtet.

Am Wegrand eine nette Begegnung: Layla sieht drei mitleiderregend durchnässte Gestalten und bittet uns kurzerhand zum Kaffee. Sie spricht fließend Englisch, erzählt uns vom Studium in Baku und ist sichtlich erfreut, Besuch von „außerhalb“ zu empfangen. Unser Plausch gestaltet sich kurzweilig – trotzdem gilt es weiter zu ziehen: Werner wartet bereits in Lagodekhi, die georgische Stadt direkt jenseits der Grenze …

Durch diese hohle Gasse müssen sie kommen …

Kurzzeitig nochmals Aufruhr und erhöhter Pulsschlag: Der aserbaidschanische Grenzbeamte zeigt sich ebenfalls planlos, fordert unsererseits georgische Visa und verweigert uns zunächst die Einreise. Von Schengen hat er bisher nichts gehört. Eine Viertelstunde später dann der erlösende Anruf: Man hat sich mit den Georgiern – 100 m weiter – verständigt und entlässt uns mit Händeschütteln in die Freiheit …

Herzliche Umarmung an der Grenze: Werner empfängt uns mit Gastgeber Larry, der uns direkt an den reich gedeckten Tisch chauffiert. Larrys Frau Marina zaubert vorzüglich in der Küche, während wir im Taumel der Wiedersehensfreude schwelgen.

Nächster Tag: Technik-Workshop! Gemeinsam erkunden wir die Möglichkeiten der Garmin Inreach-Geräte

Hightech zur Navigation und Verständigung via Satellit. Zu viert zusammen zu bleiben könnte in den hohen Bergen zur Herausforderung werden!

Der anhaltende, teils wasserfallartige Dauerregen soll uns einen kompletten Tag grounden und wir nützen die Zeit bestens, unter Werners Schirmherrschaft einen ausführlichen Plan auszuarbeiten.

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