Zivilisation

… Den Lada steuert Alexander, er lebt hier mit Familie. Schnell bin ich samt Rucksack auf dem Rücksitz verstaut und dankbar, diesen Elends-Hatscher nicht weiter vorsetzen zu müssen.

Nach dem passieren einer abenteuerlichen Brücke ist es so weit: Alexander meint es sei an der zeit sich kurz abzukühlen – eine Wohltat!

In der reißbrettartigen Stadt Psebaj lässt man mich am Hotel aussteigen. Hotel? Ich versuche mich jeden weiteren Kommentars zu enthalten … Egal, Hauptsache ein Bett und Internet. Der benachbarte Supermarkt offeriert alles, wonach einem nach den Tagen der Enthaltsamkeit dürstet … Hauptsache viel!

Auf der abendlichen Suche nach einer Kneipe werde ich noch eine Geburtstagsfeier sprengen: Heute sei geschlossene Gesellschaft, doch Ludmillas Mann, packt mich bei der Schulter, die ganze Gesellschaft rutscht einen Platz weiter, und setzt mich auf den freigewordenen Stuhl neben seiner Frau, deren Ehrentag heute begangen wird. Ein Teller kommt und man lädt mir reichlich auf – es nimmt kein Ende …

Zwischendurch steht man auf und tanzt, um dann den nächsten Wodka zu verkosten …

Diese Herzlichkeit ist überwältigend, jedoch „brandgefährlich“: unter einem Vorwand kann ich mich dem Gelage entziehen, bevor der Wodka all zu viel Schaden anrichtet.

In Russland trinkt man – auf ex!

Na dann: Nastrovje, gute Nacht.

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