Transpyr-2015: Tag 9

Hüttenromantik

Bereits Tage zuvor machte ich die Bemerkung, dass es mein Traum sei, auf einer Hütte einzulanden. Boxi entgegnete dem, dass er da schon was Passendes in petto hätte.

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Ein ca. 10km langer und zäher Hartscher führte uns Tags darauf in die südöstlich gelegenen Berge von Bellver zurück.

Nach etwa drei Stunden fanden sich alle auf einer bewirtschafteten Alm ein und ausgiebig gestärkt ging es nach einigen Irrungen, in denen sich Werner als hervorragendes „Weg-Trüffelschwein“;-) hervor tat, zielstrebig weiter Richtung Takeoff.

 

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Weggefährten

Einen solchen heute ausfindig zu machen war eine Herausforderung, denn die Berge um uns herum waren niedrig und die Baumgrenze hoch!

Nachdem ein geeigneter Start aufgetan und die Hütte „Cabana des Eugassers“ als Tagesziel festgelegt war, machten wir uns auf in die Lüfte.

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Nach dem Start

Heute galt es 40 mehr oder weniger entspannte Kilometer zurück zu legen. Die Ersten sollten am Gipfel oberhalb der Hütte, auf ca. 2600m, toplanden und auf die restliche Gruppe warten. Gesagt, getan! Relativ zügig konnte ich nach diversen Talsprüngen, und immer noch unterstützt vom kräftigen Westwind, die angepeilte Zielregion erreichen, ohne mich zu verfliegen!!!

Zwar sagten GPS und Smartphone, dass ich mich nun in unmittelbarer Nähe zum Ziel befinden müsste, von der Hütte jedoch gab es keine Spur.

Nach einer halben Stunde orientierungslosen Kreisens, umgeben von Heerscharen an Geiern, sah ich Werner und Robert näher kommen. Gemeinsam flogen wir Flügel an Flügel, wobei ich Werner zu verstehen gab, dass wir definitiv falsch sein müssten. Eine Hütte war nirgends auszumachen.

Lautstark rief Werner mir zu: „Du hast mir doch die Koordinaten gegeben!“ Hatte ich mich da vielleicht um ein paar Grad vertan?

An dem unter uns gelegenen Gipfel landeten wir Top und Robert konnte schließlich zur Klärung beitragen. Mit geschultem Adlerauge hatte er die finale Destination im nächstgelegenen Gletscherhochtal ausmachen können. Der Zufall wollte es wohl, dass wir sogar punktgenau an der von Boxi angepeilten Stelle eingelandet waren. Wenig später erreichten uns auch noch Blaimi und Bubi, dicht gefolgt von Boxi, der, nachdem er noch, nach einer ungewollten Zwischenlandung, einen einheimischen Landrovershuttle in Anspruch genommen hatte, gemütlich im Talwind zu uns aufsoarte. Bei salziger Salami, ausgedörtem Baguette und einem Schluck harzigen Rotweins hatten wir auch noch die perfekte Jause, um die abendliche Gipfelstimmung zu genießen.

Keine Sekunde zu spät starteten Boxi, Werner und ich in die untergehende Abendsonne und konnten zur finalen Punktlandung in nächster Nähe zur Hütte, die auf ca.2000m lag, ansetzen.

Es folgte die ersehnte Hüttenromantik, ein leckeres Abendessen und das wohltuende Gefühl, es wieder einmal geschafft zu haben!

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