transpyr-2015: tag 5

Starkwind

Nach Tagen des mehr oder weniger fliegerischen „Rumdümpelns“ war die Motivation heute bei allen zunächst sehr hoch.

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Auffüllen der Vorräte

Wir hatten die Nacht alle zusammen in einem vorbildlichen Matratzenlager verbracht und durften nach einem äußerst mäßigem Frühstück den überhaupt nicht sehenswerten Skiort verlassen.

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Candanchu

Gleich zu Beginn spaltete sich die Gruppe. Die meisten trafen, ob der sich einstellenden Starkwindsituation, eine Entscheidung gegen das Fliegen, während Boxi, Werner und ich uns die Sache erstmal näher ansehen wollten. Zu dritt bestiegen wir den nächstgelegenen Berg.

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Aufstieg von Candanchu

Wir hatten einen wunderschönen zweistündigen Aufstieg hinter uns, als auch schon ein geeigneter Startplatz ausgemacht war. Die Wolken zogen flott. Zu flott?

Egal, Hauptsache Wind aus der richtigen Richtung, der West in der Höhe sollte uns auf unserer Reiseroute ja nur zum Vorteil gereichen. Getreu Boxis Motto „lieber einen sauberen Leebart zentriert, als sich im Luv „rumschubsen“zu lassen,“ sprengte es uns mit 6m/s integriertem Steigen an die Basis, die heute zum ersten Mal über 3000m lag.

Von unserem 40km entfernten Ziel „Torla“ trennte uns ein mittlerer und ein hoher Pass, samt einer großzügigen Talquerung mit riesigem Gletschersee.

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Die Wolken zeigens deutlich: Wind….sehr viel Wind!

Über den ersten Pass drüber und in die Konvergenz eintauchend war schnell klar, dass da heute richtig viel Wind im Spiel war.

Nachdem ich Boxi aus den Augen verloren hatte und Werner am Ende des Sees eingelandet war, wollte ich es nochmals wissen. Am Seeende ziemlich tief angekommen, konnte ich nochmals an einer Querridge im Talwind aufsoaren und arbeitete mich in Richtung der westlich gelegenen Talschlüsse vor. Der Wind zog die Schrauben nochmals an!

Auf den mich vom Tagesziel trennenden 3000er Pass zuhaltend, traf ich eine essentielle Entscheidung: Entweder ich würde vor dem Einfliegen in diese wilden, stark zerklüfteten und gleichsam hohen Berge solide aufdrehen können, oder ich würde Vollgas zurück in Richtung See eiern und den Flug an Ort und Stelle abbrechen.

Torla sollte ich heute fliegend erreichen. Aus einer vor mir liegenden Süd-Westflanke zog es konstant mit 5-7m/s raus und katapultierte mich in kürzester Zeit auf 3300m an die Basis zurück. Mit knapp 80 Sachen blies es mich über den Pass, die Gipfel nur wenige 100m unter mir.

Im 10km entfernten Zieltal angekommen, parkte ich an einem Prallhang ein und da………pfiff es Boxi über den Pass!

Von der Wiedersehensfreude gepackt landeten wir an einem unter uns gelegenem Ausflugsparkplatz ein und mit der ein oder anderen grande Cerveca wurde gebührend die Ankunft gefeiert.

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