transpyr-2015: tag 2

Harter Walk, wenig Fly

Nach einem ausgiebigen Frühstück wanderte die ganze Truppe durch sanfte, baskische Hügellandschaft auf den Hautza, wo wir den nächsten Flug antreten wollten.

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Die sanfte baskische Hügellandschaft war ein riesen Fake. Dornen, nichts als Dornen!

Was von der Ferne als immergrüne Bergwiese anmutete, kristallisierte sich bei näherer Betrachtung als meterhohe Dornbewaldung heraus.

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Da wir natürlich querfeldein, fern jeglicher Wanderwege unterwegs waren, galt es nun Federn zu lassen. Die Gruppe teilte sich mehrfach, da natürlich jeder irgendwo einen geeigneteren Weg zu sehen glaubte, und drei Stunden später trafen wir uns auch alle mit den gleichen Blessuren, untehalb des 1300m hohen Hautza-Gipfels, wieder.

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Start am Hautza

Die anfänglichen 50 km/h Wind, in denen sich die Geier schon seit Stunden abhängten, wandelten sich nach und nach zu moderaten Soaringbedingungen und in nullkommanichts waren die Meisten in der Luft. Man hätte sich wohl todsoaren können, doch durchgezogen hat nichts. Der knapp 40km entfernte Pic Orhi, unser ausgemachtes Tagesziel, schien unerreichbar!

Als es kurzzeitig etwas über den Gipfel raus ging, gaben Werner, Boxi und Bene Gas.

22.0

Keine Sekunde zu spät schloss ich mich an und ab gings durchs Lee Richtung Osten. Nach ca. 8 km Gleitflug spickten wir alle ein paar 100 Meter von einander entfernt , auf halber Höhe des nächstgelegenen Bergpasses ein. Boxi Werner und ich konnten schnell wieder zueinander finden und unermüdlich ging es bei gefühlten 50°C bergan. Wasser, zunächst Fehlanzeige!

Als dann aber doch eine Viehtränke mit eiskaltem Quellwasser daher kam, gab es eine ausgiebige Wasserschlacht! Eine Stunde später war der Gipfel erreicht. Boxi startete nach Westen ins Lee und versenkte sich, Werner nach Osten, luvseitig und ward nicht mehr gesehen. SMS und Anrufe an die beiden Kollegen endeten im Nirvana und da stand ich nun, abends um sieben, Mutterseelen alleine am Berg. Was tun?

Ich startete nach Osten und…..erwischte Konvergenz und Abendthermik. In einem Schwarm von Geiern drehte ich gemütlich im warmen Licht des glutroten Feuerballs auf. Eine Genugtuung, ein wunderschöner Moment!

In Verlängerung meiner Ridge sah ich in ein Paar Kilometern Entfernung drei Schirme, die ich nun anpeilte. Dort angekommen stieß ich in der Luft auf Robert, Bubi und Uli und im selben Moment kam von Werner die SMS: „Bin in Saint Jean Pied de Port gelandet.“

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Saint Jean

Nach lautstarker Begrüßung und der Info wo Werner auf uns wartet, flogen wir gemeinsam in Formation in die Stadt raus. Robert und ich landeten zentrumsnah auf einer Wiese am Fluss und hatten somit den idealen Zeltplatz ausgemacht.

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Nach einer Team-SMS und zwei Stunden später war die versprengte Gruppe wieder beisammen, Grund genug für die nächste Party!

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