trans-pyrenees-2015

Vorwort

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Im Anfang war das Abenteuer, oder: Jedem Abenteuer wohnt ein Zauber inne.

Soweit ich zurückdenken kann, waren es Abenteurer und ihre Erlebnisse die mich fasziniert haben. Abenteuer, in denen Menschen mit großem Weitblick außergewöhnliche Dinge in Angriff nahmen, um parallel zu ihrem Grenzgang ein Stück des Weltganzen zu entdecken.

Ja, um vielleicht tatsächlich zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammen hält.

Rollo Gebhard umsegelt mehrfach auf kuriosen Routen die Welt, Reinhold Messner und Hans Kammerlander bezwingen zahlreiche Achttausender und die Huberbuam durchsteigen im Freesolo die Zinnen Nordwände.

Segeln, Bergsteigen; Sportarten die mich von klein auf begleiten und deren Literatur meine gedanklichen Abenteuer geprägt, ja meine Fantasie beflügelt hat.

Doch in den Träumereien kamen vor allem auch schon immer jede Menge Flugzeuge in verschiedensten Varianten vor. Mit dem Segelflugzeug durch die Alpen wurde irgendwann zum immanentesten Wunsch.

Ein Wunsch, der nicht realisierbar sein sollte, denn in meiner Familie wird nicht geflogen! Zwar dürften meinen Vater ähnliche Träumereien umgetrieben haben und finanziell sollte es auch möglich gewesen sein, doch der Erfüllung standen zu viele Verpflichtungen und letztlich grundsolide Bodenständigkeit im Weg. Ich brauchte mir diesbezüglich also keine Unterstützung erhoffen.

Mit Anfang 20 kam die Lösung meiner Probleme in Form eines Gleitschirms daher und nach und nach fand ich heraus, dass es in dieser Szene offenbar Leute gibt, die furchtbar kuriose Dinge mit diesem Fluggerät unternehmen. Eine Variante davon stellt das Biwakfliegen dar, und ich möchte behaupten, dass diese Leute in der Faszination ihrer Abenteuer den Messners und Kammerlanders dieser Welt in nichts nachstehen. War hier der Punkt für mich anzusetzen und zu beginnen, meine eigenen Abenteuer zu schreiben?

Was ich speziell in der Saison 2015 erleben durfte, hat meinen Horizont als Flugsportler unglaublich erweitert, ja, hat mir neue Dimensionen und Welten, Denk- und Sichtweisen erschlossen.

Ein besonderes Highlight: Biwaken in den Pyrenäen.

Doch beginnen wir von vorne:

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